Ein Gesellenstück, das es in sich hat

22.08.2017

Eine junge Schreinerin zieht im Innungswettbewerb an ihren männlichen Kollegen vorbei. Jetzt vertritt sie den Landkreis auf Landesebene.



Mit diesem Waschtisch wurde Lisa Schüssler bei dem Wettbewerb des Schreinerhandwerks "Die gute Form" Innungssiegerin.

Gut 90 Stunden hat sie für das Werkstück aufgewendet und dafür einen Geldpreis bekommen.

Lisa Schüssler wird jetzt am Landeswettbewerb in München vom 29. November bis 3. Dezember 2017 teilnehmen.

Links im Bild Innungsobermeister Jürgen Bodenschlägel.

Foto: Werner Reißaus zoom
Foto: Werner Reißaus
 


Kulmbach - Mit einem schlichten und dennoch gleichermaßen modernen und zeitlosen Waschtisch aus hellem Ahorn hat die 22-jährige Schreinerin Lisa Schüssler aus Weidmes den Wettbewerb "Die gute Form" der Schreinerinnung Kulmbach gewonnen. Das Werkstück, das künftig im elterlichen Badezimmer stehen wird, war nach Auffassung der Jury eine ganz besondere Idee. Zum Beispiel lassen sich die Schubläden und Fächer mit Tip-on- Elementen öffnen, und um die Optik aufzuwerten, wurden einige Werkteile eine Nuance dunkler lasiert.

Ihre Ausbildung zur Schreinerin absolvierte Lisa Schüssler in Rugendorf bei der Firma Bodenschlägel. Nach dem erfolgreichen Abitur am CVG entschied sich Lisa Schüssler, zunächst kein Studium zu beginnen. Dass sie im Jahr 2014 den Schreinerberuf wählte, war nicht ganz zufällig. "Mein Papa ist Zimmermann, von daher kommt meine Vorliebe für Holz. Wir wohnen übrigens in einem Holzhaus, das er selber gebaut hat", erzählt die junge Schreinerin.

Nach dem Abitur bewarb sich Lisa Schüssler für ein Praktikum bei der Schreinerei Bodenschlägel. "Das hat mir so gut gefallen, dass ich dann auch eine Ausbildung in diesem tollen Betrieb begann. Mir macht das Handwerk einfach Spaß. Im Vergleich zu einem Studium hat man hier etwas in der Hand und kann darauf auch aufbauen."

Und die Möglichkeiten, ihr erlerntes Handwerk mit einem Studium zu verbinden, sind für Lisa Schüssler vielfältig: "Zum Beispiel das Studium für den Innenausbau, dafür ist Rosenheim sehr bekannt. Man hat hier viele Aufstiegsmöglichkeiten." Lisa Schüssler ist von ihrem bisherigen Berufsweg überzeugt: "Ein handwerklicher Beruf bringt Einen immer weiter und auch wenn man dann studiert, hat man einfach einen Bezug zur Realität. Man kennt sich mit den Maschinen aus und hat dafür ein Grundverständnis, wie was funktioniert. Wenn man dagegen für die Planung ins Büro geht, hat man auch Erfahrung von der Baustelle und auch vom Betrieb, was machbar ist und was nicht. Was ich also nach einem Studium der Innenarchitektur auch tatsächlich planen kann. Ich muss mir also nicht was total Verrücktes ausdenken und kann es dann nicht umsetzen."

Lisa Schüssler gesteht, dass ihre Entscheidung, nach dem Abitur das Schreinerhandwerk zu erlernen, anfangs bei ihren Eltern nicht gerade auf Begeisterung gestoßen ist: "Sie haben aber danach immer zu mir gestanden und sagten, wenn es Dir Spaß macht, dann mach das." Die frisch gebackene Schreinerin wird zunächst einmal weiterhin ein Jahr bei Bodenschlägel arbeiten, damit sie auch als Geselle Erfahrung bekommt und sich ein finanzielles Polster schaffen kann. Welches Studium sie danach ergreift, das steht noch in den Sternen: "Ich habe mich noch bei keiner Hochschule beworben und das wird aber dann im Laufe der nächsten Monate erfolgen."

Innungsobermeister Jürgen Bodenschlägel würde die erfolgreiche Schreinerin natürlich gern weiter behalten: "Wir bilden ja auch für den eigenen Bedarf aus, und wir haben in unserem Unternehmen einen guten, gesunden Mix von jungen Führungskräften und von einigen erfahrenen Kräften, die aber aufgrund der neuen Gesetzgebung immer früher in den Ruhestand gehen."

Natürlich ist Jürgen Bodenschlägel auf seine junge Schreinerin besonders stolz: "Sie ist eine Bestätigung für unser Ausbildungssystem, denn wir haben für jeden Lehrling zwei Meister, die sich um ihn kümmern. Und auch nach der Ausbildung haben wir haben für jeden Gesellen noch einmal einen Ansprechpartner, einen Paten, um ein gutes Miteinander aufzubauen. Ganz entscheidend ist aber auch die persönliche Leistungsbereitschaft eines jeden einzelnen Lehrlings."

Im Wettbewerb "Die gute Form" ging es nach den Worten von Innungsobermeister Jürgen Bodenschlägel darum, dass die Lehrlinge ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen haben, dass sie mit Kopf und Verstand und mit Leidenschaft bei der Sache sind. Allen, die sich an dem Wettbewerb beteiligt hatten, gibt Bodenschlägel mit auf den Weg: "Bewahrt euch in allen Lebenslagen und bei allen Projekten, die ihr zukünftig bearbeitet, den Ehrgeiz, den ihr persönlich für euer Gesellenstück entwickelt habt. Behaltet die kritische Kundenperspektive bei. Unsere Kunden verlangen lebenslang Höchstleistungen und Mangelfreiheit."

Bodenschlägel dankt auch den Ausbildern, die viel Zeit und Energie investiert haben, denn Innungsmitgliedern und dem Prüfungsausschuss mit Burkhardt Schneider an der Spitze.

Die Mitglieder der Jury waren stellvertretende Landrätin Christina Flauder, Innenarchitektin Martina Schwarz, Studienrätin und Werklehrerin Claudia Schwarz, Künstler Harald Burger, Geschäftsführer Reinhard Bauer von der Kreishandwerkerschaft, der scheidende Schulleiter der Berufsschulen in Fassoldshof, Thomas Zapf, der Schulleiter des Beruflichen Schulzentrum Kulmbach, Alexander Battistella, und Michael Pfitzner vom Arbeitskreis SchuleWirtschaft.

Der zweite Platz im Wettbewerb "Die gute Form" ging an Max Korndörfer aus Danndorf, und René Sperling aus Trebgast wurde mit dem dritten Preis ausgezeichnet. Florian Wachter aus Stockheim sowie Kevin Prechtl und Florian Distler, beide aus Thurnau, erhielten für ihre Gesellenstücke Belobigungen.


Quelle: frankenpost.de

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